Die wichtigsten Backsteingebäude Stralsunds

Überall innerhalb der Stadtmauern finden Sie die Spuren der Backsteingotik: in den mächtigen Pfarrkirchen, dem imposanten Rathaus, den Klöstern und den prächtigen Bürgerhäusern. Auf den folgenden Seiten begleiten wir Sie auf den Wegen der europäischen Backsteinroute und bringen Ihnen den Ursprung und die noch heute erhaltenen Spuren der Backsteingotik ein Stück näher.  

------

Scheelehaus, Fährstraße 23/24

Scheelehaus Stralsund

Das nach dem hier geborenen Entdecker des Sauerstoffs Carl Wilhelm Scheele benannte Giebelhaus der Spätrenaissance mit der Nr. 23 wurde ursprünglich im 14. Jahrhundert als ein Dielenhaus errichtet, jedoch im 17. und erneut im 19. Jahrhundert umgestaltet.

Die Anfang der 80er Jahre rekonstruierte Fassade entspricht in ihrer Ausführung der des 17. Jahrhunderts. Auch das Giebelhaus Nr. 24 wurde zu Beginn der 80er Jahre saniert, wobei der untere Bereich seine ursprüngliche mittelalterliche Gestalt erhielt, während am Giebel die Umgestaltungen aus dem 17. und 19. Jahrhundert bewahrt wurden. Vor dem Portal stellte man 1983 zwei mittelalterliche Beischlagsteine auf. Mit der auf ihnen angebrachten Hausmarke dienten sie der Orientierung.

Carl Wilhelm Scheele zählt auch heute noch zu den berühmtesten „schwedischen“ Naturwissenschaftlern. Sein unbändiger Forscherdrang führte ihn zur Entdeckung des Sauerstoffs. Geboren wurde er 1742 in der Fährstraße 23, im heute noch erhaltenen und nach ihm bezeichneten Scheelehaus. Nach dem wirtschaftlichen Niedergang seiner Familie gelangte er nach Schweden und absolvierte in Göteborg seine Ausbildung als Apotheker. In Malmö, Stockholm, Uppsala und Köping widmete er sich dann seiner Forschertätigkeit.

Scheelehaus , Fährstraße 23-24
---