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St. Johanniskloster

Eines der ältesten Bauwerke Stralsund mit einem historisch gewachsenen Neben- und Ineinander verschiedener Bauepochen, den einzelnen Phasen der dominierenden Gotik, des Barock und des Klassizismus.

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St.Johanniskloster Stralsund

Im Jahre 1254 wurde dem Franziskanerorden die Gründung des Klosters St. Johannis im Norden der Altstadt gestattet. Es ist ein großer, um zwei Höfe gruppierter Baukomplex aus dem 13. bis 14. Jh. Von der Klosterkirche, einer ursprünglich dreischiffigen Backstein-Hallenkirche, sind heute nur noch Reste erhalten.

Ein Großbrand vernichtete im Jahre 1624 die 77 Meter lange gotische Hallenkirche, die anschließend nicht wieder aufgebaut wurde. Stattdessen legte man um die Mitte des 17. Jh. in den Umfassungswänden eine Art Wandelgang an und richtete den erhalten gebliebenen Chor als Kirche ein. Nach der Reformation nutzte die Stadt das Kloster als Armenanstalt. Beide Bauteile sanken durch das amerikanische Bombardement im Jahre 1944 in Schutt und Asche. Die sorgfältige Restauration des Klosters von 1963 bis 1986 und das Bestreben, das Bauwerk möglichst in seiner ursprünglichen Architektur und alter Schönheit wiederherzustellen, ließ hier in der Schillstraße einen beliebten Aufenthaltsort für Stralsunder und Besucher entstehen. Eine kulturgeschichtliche Rarität stellt der Räucherboden im Obergeschoss dar. Dieser ist in seiner ganzen Länge zu beiden Seiten des Mittelgangs mit winzigen Wohnungen ausgebaut, deren Rauchabzüge im offenen Dachstuhl enden.

Die Barockbibliothek im Johanniskloster bietet heute einen wunderbaren Einblick in die Buchwelt des Barock. Rund 2.500 Bücher aus dem Besitz des ehemaligen schwedischen Generalgouverneurs Axel Graf von Löwen werden hier aufbewahrt. Sie stammen aus einer Schenkung, mit der er die Stadt im Jahre 1761 bedachte. Der Kapitelsaal mit seinem Kreuzgewölbe und seinen gotischen Wandmalereien ist neben dem Räucherboden eine weitere Besonderheit des Klosters. Im Jahre 1964 bezog das Stadtarchiv hier verschiedene Arbeitsräume.

Westlich vom Kloster gelegen, sind zahlreiche zweigeschossig angelegte Fachwerkhäuschen zu finden, die heute als Wohnraum genutzt werden. In der Ruine des Kirchenschiffs wurde anlässlich des 50. Todestages des großen Bildhauers, Grafikers und Dichters Ernst Barlach, am 24. Oktober 1988, eine Nachbildung seiner Pietà aufgestellt. Sie erinnert an das unsagbare Leid, welches das Völkermorden der Kriege über die Menschheit brachte. Auf Grund von Sanierungsarbeiten ist das Innere der Klostergebäude bis auf weiteres für die Öffentlichkeit geschlossen.

St.Johanniskloster , Schillstraße 27/28
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