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Der Dänholm - Wiege der preußischen Marine

Eine kleine Insel mit viel Geschichte. Bereits unter den Schweden militärisch genutzt, wurde der Dänholm zur Wiege der preußischen Marine ausgebaut. Heute kann man sich im Marinemuseum und im Nautineum über Militär- und Forschungsschiffahrt informieren.

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Der Dänholm

Der Dänholm

Die der Stadt Stralsund unmittelbar vorgelagerte kleine Insel Strale oder Strela schuf einen natürlichen Hafen, den seefahrende Völker von jeher schätzten. Erwähnt wird sie bereits 1288 im 1.Stadtbuch. Auf Grund des regen Schiffverkehrs der Dänen im 12. und 13. Jahrhundert in den Gewässern um Rügen und vor Stralsund, insbesondere aber in Verbindung mit der Niederlage einer dänischen Flotte im Jahre 1326 in der Nähe der Insel wurde sie vermutlich in Dänholm umbenannt.

Die uns bekannte, wechselvolle Geschichte der Insel ist überwiegend militärisch geprägt. Erste gesicherte Dokumente und Pläne über Befestigungsanlagen auf der Insel sind aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges überliefert. 1628 erteilte Wallenstein als damaliger Kaiserlicher Feldherr im Auftrag des deutschen Kaisers auf Grund des Fehlens einer eigenen Flotte den Befehl zur Sicherung und Befestigung sämtlicher Häfen der Ostsee, wodurch ein Gegengewicht zum erstarkenden Schwedischen Reich geschaffen werden sollte.

Auch das schwedische Militär war sich der günstigen Lage der Insel durchaus bewusst. Es begann nach dem 1628 ratifizierten Allianzvertrag zwischen der Stadt und dem Königreich Schweden mit der sofortigen Verbesserung und dem Ausbau der bereits vorhandenen Befestigungsanlagen und versuchte mittels neuer Befestigungsanlagen mit Geschützstellungen die Kontrolle des Strelasunds und der Ansteuerung der Stadt zu ermöglichen.

Am 7. Juni 1815 endete für Stralsund die Schwedenzeit. Die Bestimmungen des Wiener Kongresses und des Kieler Vertrages brachten Schwedisch-Vorpommern an Preußen. Bis zum Verkauf der Insel an das preußische Kriegsministerium im Jahre 1849 war der Gasthof auf der Insel ein beliebtes Ausflugsziel der Stralsunder. Im Zusammenhang mit dem Aufbau einer preußischen Flotte und der damit verbundenen Standortfrage fiel 1849 die Wahl für die Anlage eines Marine-Depots auf den Dänholm.

Nach der Konzentrierung der Marine auf Kiel, Wilhelmshaven und Danzig und im Zusammenhang mit der 1873 beginnenden Entfestigung der Stadt Stralsund erfolgte 1871 auf Befehl Wilhelm I. die Auflösung des Marine-Depots auf dem Dänholm. Die bestehenden Gebäude wurden nun durch das in Stralsund stationierte Infanterieregiment genutzt.

Erst 1920 kehrte die Reichsmarine offiziell nach Stralsund zurück und nutzte die alten Kasernen. Mit dem 1935 erlassenen "Gesetz über den Aufbau der Wehrmacht" erlangte die Insel Dänholm nunmehr Bedeutung für die Entwicklung der Kriegsmarine. Der 1936 gebaute Rügendamm erleichterte die Zugänglichkeit der Insel wesentlich. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges und einer daraufhin kurzzeitigen zivilen Nutzung  kehrte das Militär nach der Gründung der Nationalen Volksarmee 1956 und der Volksmarine 1960 auf den Dänholm zurück.

Am 31. März 1991 wurde der Dänholm durch die nach der politischen Wende dort ansässigen Bundesmarine geräumt. Seit dem 26. Juli 1992 birgt die Insel auf dem Areal der ehemaligen Sternschanze ein marinegeschichtliches Kleinod. Hier wurde ein Marinemuseum als Außenstelle des Kulturhistorischen Museums eingerichtet, das sich unter einer fachlich exzellenten Leitung einen wesentlichen Beitrag zur Darstellung deutscher Marinegeschichte leistet. Am 1. Juni 1999 öffnete auf dem alten Tonnenhof des Wasser- und Schifffahrtsamtes das Nautineum als Außenstelle des Deutschen Meeresmuseums. Auf dem weitläufigen Freigelände werden zahlreiche Großexponate der Fischerei, Meeresforschung und Hydrographie gesichert, konserviert und ausgestellt.

Der Dänholm , Stralsund
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