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Stralsund unter Schweden: Eine Einführung

Bevor wir entlang der "Schwedenstraße" die Spuren schwedischer Besatzung in Stralsund nachvollziehen, hier zunächst eine kleine Einführung in die gemeinsame Geschichte:

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Die Wallensteintage - immer im Juni

Schon 1278 wurden in der Hafenordnung die südlichen Häfen Schwedens als Anlaufpunkt für die heimische Schifffahrt erwähnt. Besondere Bedeutung gewannen die schwedischen Häfen jedoch zur Zeit der Hanse. So auch der Stützpunkt Visby auf der Insel Gotland. Die Verbindungen zwischen Schweden und Stralsundern wurden noch viel enger, wengleich auch nicht ganz freiwillig. Die Schwedenzeit begann, als Albrecht von Wallenstein mit seinen Heerscharen vor den Toren der Stadt Stralsund stand. ,,Und wenn die Stadt mit Ketten an den Himmel gebunden wäre, ich will sie herunterholen", soll der sieggewohnte General ausgerufen haben. Von Mai bis Juli 1628 belagerten die kaiserlichen Truppen die Stadt. Als Sprecher der widerstandswilligen Partei gegen die "Kaiserlichen" führte der Stralsunder Bürgermeister Lambert Steinwich 1628 lange Geheimverhandlungen mit dem schwedischen König Gustaf II. Adolf und bahnte das Bündnis der Schweden mit Stralsund an. Wallensteins Bestrebungen, die Stadt zu erobern, scheiterten. Am 24. Juli musste er sich mit seinen Soldaten zurückziehen. Noch heute feiern die Stralsunder im Juli an den Wallensteintagen den Sieg über eben selbigen.

Die Bestimmungen des Westfälischen Friedens von 1648 brachten Vorpommern und somit auch die Stadt Stralsund völkerrechtlich in den Besitz der Schweden. Mit kurzer Unterbrechung - von 1715 bis 1720 war Stralsund dänisch- gehörte die Stadt am Sund bis zum Wiener Kongress im Jahre 1815, also fast 200 Jahre, zum Territorium des Königreiches Schweden. Wiederholt war Stralsund im Laufe dieser Zeit in Kämpfe um die Vorherrschaft im Ostseeraum einbezogen und musste sich gegen sächsische, dänische, russische und napoleonische Heere verteidigen. Die militärischen Angriffe und Stadtbrände wirkten sich auf das Stadtbild der Hansestadt aus. Ihnen fielen zwei Drittel der Stadt zum Opfer. Des Weiteren trugen Künstler und Architekten ihren Teil zur Veränderung der städtischen Architektur bei. Dem Zeitgeschmack des Barock entsprechend, verschwanden strukturierte Ziegelwände hinter einer Schicht dicken Putzes. An der Stelle mehrerer Giebelhäuser wurden großflächige Traufenhäuser gebaut. Das Regierungspalais in der Badenstraße und das Commandantenhus am Alten Markt sind solche Beispiele dafür.

Während des Nordischen Krieges hielt sich der schwedische König Karl XII. vom November 1714 bis Dezember 1715 in Stralsund auf. Zum Dank wurden Ratsherren geadelt und die Stadt erhielt ein neues Wappen sowie eine Reihe neuer Privilegien. Als er kapitulierte und die Stadt den Dänen übergab, hinterließ er ein arggeschundenes Gemeinwesen. Nach dem Frieden von Frederiksborg von 1720 wurde Stralsund wieder schwedisch und war nun Residenz des schwedischen Generalgouverneurs und Sitz der Regierung für Schwedisch-Pommern. Von den Generalgouverneuren hatte vor allem Axel Graf von Löwen Einfluss auf die kulturelle Entwicklung der Stadt. Er hatte testamentarisch verfügt, dass seine umfangreichen Sammlungen und seine Bibliothek der Stadt übereignet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Damit legte er den Grundstein für das heutige Kulturhistorische Museum und die Barockbibliothek, die heute vom Stadtarchiv betreut wird. In seinem Kampf gegen die Napoleonische Fremdherrschaft hatte sich im Mai 1809 Ferdinand von Schill mit seinem Husarenregiment nach Stralsund zurückgezogen in der Hoffnung, von hier aus den Kampf aufnehmen zu können. Sein Plan ging nicht auf. Nachdem die verbündeten Truppen Napoleons in die Stadt eingedrungen waren, fiel Schill in der heutigen Fährstraße.

1628

Belagerung der Stadt durch Wallenstein; zwanzigjähriges Schutzbündnis durch Abschluss des ,,Allianzvertrages" mit König Gustaf II. Adolf von Schweden

1648

,,Westfälischer Frieden", die Stadt gelangt an Schweden

1678

Belagerung und Einnahme der Stadt durch den brandenburgischen Kurfürsten

1680

ein Großbrand verheert die Stadt

1715-20

Zugehörigkeit zu Dänemark

1809

Ferdinand von Schill fällt im Kampf gegen die Besatzungstruppen

1815

Ende der Schwedenzeit

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